Schon mit Beginn der Industrialisierung vor 150 Jahren erwachte beim Menschen der Wunsch die „unberührte“ Natur zu erhalten. Diese unberührte Natur gab es jedoch schon damals nicht mehr in Mitteleuropa. Unsere Landschaft – so natürlich sie uns auch vorkommen mag – ist das Produkt der mehr oder minder intensiven Nutzung durch den Menschen. So ist z.B. eine Heidefläche nichts anderes als das Ergebnis einer jahrzehntelangen Übernutzung durch uns Menschen. In der Vergangenheit verstand man unter Naturschutz oft nur den Schutz bestimmter Tier- und Pflanzenarten oder die Unterschutzstellung räumlich eng begrenzter Gebiete.

In den vergangenen dreißig Jahren hat der Naturschutz in unserer Gesellschaft enorm an Bedeutung gewonnen. Gleichzeitig stellen Soziologen aber auch eine Entfremdung der Bevölkerung fest. Die Zusammenhänge in Feld und Wald sind den meisten Menschen in den Ballungsräumen heute nicht mehr bekannt.
Der Naturschutz hat sich in den vergangenen Jahren grundsätzlich gewandelt. Heute wird Naturschutz oft großräumiger betrieben. Man hat erkannt, dass die Schaffung von Lebensräumen und die Erhöhung der Struktur in der Landschaft gleichzeitig Erfolge im Artenschutz beschert.
In vielen Bereichen dürfen sich Gebiete wieder in einen naturnäheren Zustand entwickeln. In anderen Gebieten soll Vorhandenes bewahrt werden. Beides funktioniert oft nur durch aktives Eingreifen und kostet somit Geld. Die öffentliche Hand kann diese Aufgabe nicht allein bewältigen. So ist sie auf ehrenamtliche Tätigkeiten aus allen Gesellschaftsbereichen angewiesen. Jäger leisten hierzu einen großen Beitrag.
Sie sind zwar nach dem Bundesjagdgesetz zur Hege verpflichtet (Erhaltung artenreicher, gesunder, angepasster Wildbestände und Sicherung ihrer Lebensgrundlage), ihre Bemühungen für den Schutz der Natur gehen jedoch oft über diese Pflicht hinaus. Bundesweit führen die Jäger jährlich 70.000 Biotop verbessernde Maßnahmen durch und geben dafür fast 40 Mio. Euro aus! Diese Maßnahmen würden sonst oft gar nicht stattfinden. Das Engagement der Jäger kommt nicht nur den Tierarten zu Gute, auf die die Jagd ausgeübt wird. Alle Tiere profitieren von ökologischen Verbesserungen in der freien Landschaft.
Gerade in unserer landwirtschaftlich sehr intensiv genutzten Landschaft kommen solchen Maßnahmen große Bedeutung zu. Beispiele für praktischen Naturschutz durch Jäger sind: Anlage von Gewässern, Anlage von Hecken und Feldgehölzen, Schaffung naturnaher Waldränder, Anlage von Brachstreifen an landwirtschaftlich genutzten Flächen, Schaffung von Nistmöglichkeiten für Vögel oder auch das Absuchen von Grünflächen unmittelbar vor der Mahd.
Jäger sind aber natürlich auch Landnutzer. Durch die Bejagung bestimmter Wildarten werden dem Verbraucher Nahrungsmittel von höchster Qualität zur Verfügung gestellt. Eine Übernutzung der Wildbestände ist ausgeschlossen, da Jäger dem Grundsatz der Nachhaltigkeit verpflichtet sind.

Die Zahlen geben die Strecke einschließlich Fallwild wieder. Besonders beim Rehwild ist die Fallwildquote sehr hoch.
Eine Stellungnahme des Hegeringsleiters zu der Aktuellen Aufforderung der Unteren Jagdbehörde.......... weiterlesen